Männer 1 gegen VfB Viktoria Bettemhausen

 

Handball Landesliga Nord

VfB Viktoria Bettenhausen – TSG Dittershausen 27:26 (15:9)

Am 09.03.2018 fand um 18.00h das Derby zwischen Bettenhausen und der 1. Männer in der Kasseler Olebachhalle statt. Die Marschroute war klar: mit der Unterstützung der zahlreich mitgereisten Fans, die das Derby zeitweise zu einem Heimspiel machten, die 2 Punkte aus dem Derbysieg gegen Körle vergolden und einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Die Vorzeichen dafür sahen gut aus: eine konzentrierte Trainingswoche lag hinter uns und unser Lazarett lichtet sich auch langsam – Finn-Max Poppenhäger konnte nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback feiern.

Obwohl wir von unserem Trainer Sead Kurtagic entsprechend auf den Gegner vorbereitet wurden und mit großer Motivation ins Spiel gingen, lief das Spiel in den ersten 30 Minuten komplett an uns vorbei. Wir kamen überhaupt nicht ins Spiel und bereits nach 5 Minuten stand es 4:1 für die Gastgeber. Die Abwehr packte nicht energisch genug zu, von der Aggressivität, die vor zwei Wochen gegen Körle noch einer der Garanten für den Sieg war, war nichts zu sehen und zu allem Überfluss konnten wir auch die gegnerischen Aktionen nicht unterbinden, die vorher explizit angesprochen wurden. Im Angriff wurde wieder zu ängstlich agiert und anstatt mit Druck auf die Nahtstellen der Abwehr zu gehen, wurde lieber der Pass zum Nebenmann oder der Abschluss aus dem Rückraum gesucht, der dann zumeist sichere Beute des starken Torwarts der Bettenhäuser wurde. Zwei verworfene 7M und mehrere freie Würfe taten das Übrige dazu. Somit ging es über die Spielstände 9:4 (15. Spielminute) und 13:7 (25. Spielminute) mit einem folgerichtigen 15:9 in die Halbzeitpause.

Die Kabinenansprache fiel angesichts der gezeigten Leistung erwartungsgemäß etwas lauter als sonst. Trotz der 1. Halbzeit war aber auch allen klar: wenn wir die 1. Hälfte vergessen und an die 2. Halbzeit aus dem Körlespiel anknüpfen, ist noch nichts verloren und wir haben alle Chancen uns wieder heranzukämpfen. Und tatsächlich bekamen die Zuschauer eine nun komplett andere Mannschaft zu sehen. In der Abwehr wurde leidenschaftlich um jeden Ball gekämpft, es wurde sich nach den Abprallern geworfen und die Bettenhäuser kamen längst nicht mehr so leicht zum Torabschluss. Aus einer starken Abwehr heraus gelangen uns dann auch einige Tore über die 1. und vor allem 2. Welle. Immer wieder war es der starke Fabian Rudolph, der vorne aus allen Lagen traf, mit insgesamt 9 Toren zum besten Torschützen der Partie avancierte und erheblichen Anteil an unserer Aufholjagd hatte, die in der 50. Spielminute mit dem Ausgleichstreffer zum 23:23, am heutigen Abend natürlich durch Fabi, gekrönt wurde. Im darauffolgenden Angriff gingen wir durch Julian Braun sogar zum ersten Mal in dieser Partie in Führung. Nun wurde es hektisch – Bettenhausen glich aus und konnte seinerseits wieder mit zwei Toren in Führung gehen (27:25, 58. Spielminute). Eine harte Aktion von Pascal Glöckner, die mit einer kleinen Schauspieleinlage des Bettenhäusers Spielers gekrönt wurde, hatte danach eine Rote Karte für Palle zufolge. Als im folgenden Angriff komplett frei verworfen wurde, war das Spiel entschieden. Nach Abpfiff gab es noch einen direkten Freiwurf, dieser wurde aber von der gegnerischen Abwehr geblockt und somit blieb die starke Aufholjagd letztlich ohne Belohnung.

Diese Niederlage müssen wir schnell abhaken, noch ist keine Entscheidung im Abstiegskampf gefallen, und uns auf das nächste Wochenende vorbereiten, wo wir am Sonntagabend um 17.30h in der Dörnhagener Sporthalle mit der HSG Twistetal einen weiteren Konkurrenten im Abstiegskampf empfangen und von unseren Fans hoffentlich wieder genauso toll unterstützt werden wie in den vergangenen beiden Spielen.

Leider müssen wir bei dem Spiel auf Mathias Siebert verzichten, der sich in einer unglücklichen Abwehrsituation die Nase angebrochen hat und vorerst ausfällt – Gute Besserung Matze!!

Es spielten:
Tor: Pascal Glöckner, Servet Alaca
Feld: Fabian Rudolph (9/1), Mathias Siebert (3), Moritz Gerlach (3/1), Finn-Max Poppenhäger (3), Jan-Thorben Kessler (3), Lukas Reinbold (2), Christopher Jentzsch (2), Julian Braun (1), Tomy Stein, Magnus Benedix